Bitte einsteigen… Verladen – sicher, locker, überall und jederzeit


In der aktuellen Ausgabe des Magazins EQUUS Arabian, erläutert Peter Kreinberg die wesentliche Schritte zum sicheren und zuverlässigen "Verladen" von Pferden.

Viele Pferdebesitzer spielen Roulette, zumindest wenn es ans verladen geht. Nur dass bei dieser Variante keine Kugel ins richtige Fach soll, sondern ein Pferd in eine ‚enge wackelige Kiste auf Rädern‘. Beide Varianten haben gemein, dass die meisten Spieler sich auf ihr Tagesglück verlassen. Doch einige wollen nicht alles dem Zufall überlassen, sondern spielen mit System. Damit erhöht sich dann die Wahrscheinlichkeit, Tagesgewinner zu werden.

Wir alle wissen, das Pferde ihrem Ursprung nach Steppentiere sind, die viel Bewegungsfreiheit benötigen und als Fluchttiere jede Einengung instinktiv meiden. Unvorbereitet löst ihr Selbsterhaltungstrieb Angstgefühle aus, wenn sie sich in ein so enges geschlossenes Behältnis, wie es ein Pferdehänger ist, begeben sollen. Entsprechend werden sie je nach Situation und Gefühlslage unterschiedlichste Verweigerungs- und Meidestrategien entwickeln. Ein Pferd ohne gutes Vortraining mal eben verladen zu wollen, zeugt von wenig Pferdeverstand und ist rücksichtslos dem Tier gegenüber. Im günstigsten Fall hat man irgendwann ein gestresstes Pferd auf dem Hänger, im ungünstigeren gibt es Verletzungen bei Zwei- und Vierbeinern. Wer dem vorbeugen will, der bereitet sein Pferd durch systematische Vorbereitungsübungen für den Ernstfall vor. Schließlich muss ein Springpferd zuerst lernen, richtig zu springen, ein Dressurpferd sich korrekt zu versammeln und ein Zirkuspferd lernt durch geduldige Anleitung, seine Tricks in der gewünschten Form auszuführen. Doch selbst wenn sich bei einem Pferd durch eine gute Vorbereitung oder Gewöhnung die Furcht vor dem Hänger gelegt hat und es sich einige Male vertrauensvoll verladen ließ, ist das noch keine Garantie dafür, dass es sich auch zukünftig jederzeit weiter so verladen lässt. Diese Erfahrung hat schon so mancher Pferdebesitzer machen müssen. In solchen Situation wird dann häufig spekuliert, was wohl die Ursache sein könnte. Die Antwort ist ganz einfach, es gibt in der Regel zwei Hauptgründe dafür.


1. Entweder hat sich der Mensch beim Verladen ungeschickt angestellt. Das Pferd wurde durch falsche Körpersprache, unangemessenen Einwirkungen oder ungünstige Gestaltung der Rahmenbedingungen irritiert oder verunsichert.

2. Das Pferd folgt einem starken instinktiven Trieb, dem Herdentrieb, und möchte die Gesellschaft seiner Stallgefährten oder die vertraute Umgebung nicht verlassen.


Oft wird bei ‚Verlade-Hemmungen‘ gemutmaßt, das Pferd habe sich während der Hängerfahrt aufgeregt, erschreckt oder ähnliches. Die Erfahrung zeigt jedoch immer wieder, dass Pferde Ihre Erfahrungen beim Verladen deutlich von denen des Gefahrenwerdens trennen. Wer sein Pferd also jederzeit zuverlässig und sicher verladen möchte, dem kann ich nur raten, im Rahmen einiger systematischer Trainingseinheiten die entsprechenden Grundvoraussetzungen dafür zu schaffen. Werden sie zum ‚Systemspieler‘ mit zuverlässigen Gewinnchancen.

Verständigung, Vertrauen, Verfahren und Verlässlichkeit.

Man benötigt vier wichtige Grundvoraussetzungen, um sicher, kontrolliert möglichst schnell ans Ziel zu kommen: das jederzeit und überall zuverlässig und sicher zu verladende Pferd. Ich nenne sie die vier V’s und empfehle, diese vier Bereiche zunächst einzeln zu erarbeiten und dann miteinander zu verknüpfen. Gibt es Komplikationen, so gehen Sie kurz wieder auf jeweils die Grundlagen zurück, mit der sie die Mißverständnisse oder Widerstände ausräumen können. Je nach Pferdetyp kann es recht unterschiedlich sein, wie häufig man nacharbeiten muss und wie viele Übungseinheiten notwendig sind.

Die Verständigungsgrundlage schaffen.

Für eine stressfreie und effiziente Verladeschulung ist zunächst eine klare und unmissverständliche Verständigung zwischen Mensch und Pferd wichtig. Erst damit wird die Voraussetzung geschaffen, das Pferd kontrolliert in Tempo, Richtung, Beinbewegung und Haltung anzuleiten und ihm zu vermitteln, was man von ihm erwartet. Dazu ist es vor allem wichtig, dass es die rahmengebenden Berührungssignale verstehen und umsetzen...

 

...den ganzen Beitrag lesen Sie im aktuellen Heft EQUUS Arabian!